Finanzkrise bedroht Offshore-Standorte

Concept: Steigende Chancen für Standort Deutschland

Stuttgart, 28. Oktober 2008 - Industriebetriebe, die zu günstigen Standortkosten im europäischen Osten produzieren, stellt die aktuelle Finanzkrise vor erhebliche Probleme. Sie sind auf eigenkapitalstarke Logistiker angewiesen. Denn um die Kreditversorgung steht es bei osteuropäischen Dienstleistern eher schlecht. Sie sind diejenigen, dene ärmere Staaten kurzfristig keine Hilfe mehr zukommen lassen dürften. Dies stellt jetzt der Stuttgarter Spezialberater Concept in seiner News-touse-Reihe heraus.

„Schon vor dem schleichenden Kollaps von Staaten wie Ungarn zeigte sich, dass ortsansässige Spediteure das schwächste Glied der Wertschöpfungskette in Osteuropa sind. Mit der Produktionsunterbrechung bei führenden Automobilherstellern sind jetzt viele Vorlieferanten und Dienstleister auf eine Zwischenfinanzierung angewiesen. Kaum einer hat genug Eigenkapital, um die kommenden Monate unbeschadet zu überstehen“, argumentiert Dr. Harald Balzer, Vorstandsvorsitzender der Concept AG.

Die Produktion in Staaten wie Moldawien, Rumänien oder der Ukraine sei auf eine leistungsstarke Lieferkette angewiesen – der regionale Absatzmarkt sei viel zu klein und habe nur in den seltensten Fällen den Ausschlag zu einer Ansiedlung gegeben. Die noch vor kurzem hohen Ölpreise und der damit einher gegangene Transportpreisanstieg sei von vielen Investoren bereits als Warnzeichen verstanden worden. Zeitgleich seien die Gehälter des Managements vor Ort zu Teilen sprunghaft gestiegen. Gut ein Viertel der neuen Werke im Osten hätte deshalb bereits nach wenigen Jahren wieder geschlossen werden müssen. Die jetzige Situation sei jedoch ungleich ernster. Mit osteuropäischen Kreditzinsen von zehn und mehr Prozent wachse die Insolvenzgefahr beim Spediteur, und könne den Lieferanten an seiner empfindlichsten Stelle, der Einhaltung seines Lieferkontraktes treffen. Am Standort Deutschland falle wenigstens diese Gefahr weg.

Balzer rät zu einer bewussten Eigenkapitalstrategie: „Mit Prozessoptimierung und Kostensenkung ist es jetzt nicht mehr getan. Das in der Produktion gebundene Kapital muss dringend gesenkt werden. Das heißt, das Richtige richtig zu produzieren und hierzu alle Reserven der Lieferkette ausnutzen, ist das Gebot der Stunde.“ Das sei im Übrigen die Strategie von Private Equity Investoren: „Deren Rezepte sind jetzt hoch im Kurs – anders als die restriktiven Banken geben sie Geld und können manche gute Ernte einfahren“, weiß der Concept-Chef zu berichten.

Über die Concept AG:
Seit 1997 berät die Concept AG den eigentümergeführten Mittelstand und Geschäftsbereiche oder Werke von Konzernen. In weit über 100 Projekten wurden logistikorientierte Detaillösungen aber auch unternehmensweite Veränderungen auf den Weg gebracht – als Team mit strategischen Partnern und einem festen Kreis externer Experten. Schwerpunktmäßig ist Concept für produzierende Unternehmen der Branchen Automobilzulieferindustrie, Werkzeugbau, Feinmechanik, Maschinen- und Anlagenbau, Elektrotechnik, Elektronik sowie Optik tätig.

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