In der Krise an Vorsorge denken

Concept: Fokus auf Optimierung des Working Capital legen!

Stuttgart, 11. Dezember 2008 – Wie stark ein Unternehmen in der jetzigen Wirtschaftskrise leidet, hängt von seiner Vorsorge ab – unabhängig vom wirtschaftlichen Umfeld. Vor diesem Hintergrund rät die vorwiegend im Automobilzulieferbereich tätige Concept AG, Stuttgart, dass sich Unternehmen gerade jetzt einem ‚Besser-sein-als-der-Wettbewerb’ verschreiben.

Nach Auffassung des Stuttgarter Spezialberaters sollte jeder gewerbliche Mittelständler spätestens jetzt die Produktpalette auf Verlustbringer hin durchforsten und bei neuen Produktgenerationen mitziehen. Prozessstrukturen müssten im Schritt danach unter die Lupe genommen werden. Allein in den rund 2.000 Betrieben der deutschen Automobilzulieferindustrie sind 228.000 Menschen beschäftigt. Das Wuppertaler Center Automotive Research mit Prof. Ferdinand Dudenhöffer an der Spitze rechnet für viele Unternehmen mit einer Durststrecke von zwei bis drei Jahren. Dies bestätigt auch Concept.

Bis Mitte 2009 – der jetzt allgemein festgestellten Rezessionsphase der Märkte – sollte der Automobilzulieferer, so Concept, neben der kurzfristigen Maßnahme, auf profitable Produkte zu setzen, möglichst strukturelle Einschnitte in Kosten und Working Capital vornehmen. Kurzfristig, darunter versteht Concept, per Task Force mit direktem Berichtsweg an den Vorstand schnell und konsequent unmittelbare Schäden durch den offensichtlich harten Auftragsrückgang abzuwehren. Strukturelle Maßnahmen müssten den Blick auf die Stärkung des Cash Flows, die Sicherung der Liquidität und die Kräftigung der Eigenfinanzierung richten.

Nach Urteil von Concept AG Vorstandsvorsitzendem Dr. Harald Balzer gleichen sich nicht nur Krisenursachen und Krisensymptome, sondern auch Notfallpläne: „Wir plädieren für eine Standardisierung. Im Notfall muss man sofort auf eine Rabattierung der eigenen Preise umschalten.“ Man sollte vorsorgend um seine Spielräume wissen, um gezielt Einsparpotenziale bei Überstunden, Probezeiten, Schichtzulagen und durch flexible Urlaubsregelungen zu nutzen. „Vor allem durch eine intelligente Kapitalwirtschaft kann man sich vergrößerte Liquiditätsspielräume verschaffen“, so Balzer. „Der Umgang mit dem eigenen Kapital sollte jetzt Chefsache sein.“

In der Regel trifft Concept abseits der Produktion auf ineffiziente Strukturen: „Statt Entwicklungsinvestitionen abzubremsen, die die Fähigkeit zur Technologieführerschaft absichern, müssen in der Logistik die Schrauben angezogen werden. Mit größerer Flexibilität in der Lieferkette und in den Kapazitäten lassen sich“, so Balzer, „die Bestände um gut ein Fünftel senken und die Durchlaufzeit vor allem in den vorgelagerten Bereichen wie Auftragsannahme und Entwicklung um gut ein Drittel reduzieren. Das setzt gebundenes Kapital frei.“ Mit schnellerer Rechnungsstellung und einem intensivierten Mahnwesen bis hin zum Forderungsverkauf sollte zudem der Zeitraum verkürzt werden, in dem ausgegebenes Geld zu eingenommenem Geld wird.

Über die Concept AG:
Seit 1997 berät die Concept AG den eigentümergeführten Mittelstand und Geschäftsbereiche oder Werke von Konzernen. In weit über 100 Projekten wurden logistikorientierte Detaillösungen aber auch unternehmensweite Veränderungen auf den Weg gebracht – als Team mit strategischen Partnern und einem festen Kreis externer Experten. Schwerpunktmäßig ist Concept für produzierende Unternehmen der Branchen Automobilzulieferindustrie, Werkzeugbau, Feinmechanik, Maschinen- und Anlagenbau, Elektrotechnik, Elektronik sowie Optik tätig.

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