Concept AG: KFZ-Zulieferindustrie muss weiter sparen

Laut der Behörde ist in der Automobilzulieferer- und Automobilindustrie die am Vorjahresmonat gemessene Absatzänderung von April bis Juni d. J. von minus 36 auf jetzt minus 20 Prozent gefallen.

Stuttgart, den 11. August 2009 - Trotz sich leerender Lager, einer wieder leicht zunehmenden Produktion und einem abgebremsten Stellenabbau dürfte sich die Situation deutscher Automobilzulieferer nicht vor Ende des kommenden Jahres entspannen. Auch ständen nach Re-Invests in manche insolvenzgefährdete Unternehmen neue Konkurrenzverhältnisse ins Haus. Diese Ansicht vertritt Harald Balzer, Vorstandsvorsitzender des Spezialberaters Concept AG und Miteigentümer des Oberflächenbearbeiters Saarotec. Der in der technischen Beratung engagierte Unternehmer rät Familienunternehmern, trotz der jetzt leicht gestiegenen Auftragseingänge an einem harten Sparkurs festzuhalten.

Angesichts einer ganzen Reihe eher lauwarmer Sanierungen steckt in vielen Verarbeitungsprozessen nach wie vor noch zuviel Kapital“, unterstreicht Balzer mit Sicht auf die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes seinen Appell. Laut der Behörde ist in der Automobilzulieferer- und Automobilindustrie die am Vorjahresmonat gemessene Absatzänderung von April bis Juni d. J. von minus 36 auf jetzt minus 20 Prozent gefallen. Kumuliert für das erste Halbjahr liegt sie bei minus 31 Prozent. Einsparen lässt sich Kapital laut Balzer im Wesentlichen nur durch drei Maßnahmen – die Eingrenzung des Produktionsprogramms, eine stark optimierte Zulieferlogistik und durch eine durch Kooperation mögliche Kostensenkung in den indirekten Prozessen.

„Manchem etabliertem Unternehmen fällt es schwer, das Produktionsprogramm einzugrenzen und im Zweifel, Standorte zusammen zu legen. Das hat sich jedoch in den vergangenen Monaten als der sicherste Weg aus der Krise erwiesen“, analysiert Balzer die aktuelle Lage. Wo jetzt Unternehmen aus einer Insolvenz heraus wieder auf starke, durch Kapitalzuflüsse abgesicherte Beine gestellt würden, dürfte dies den Konkurrenzdruck steigern: „Dann wird es dort, wo zu zögerlich saniert wurde, zum Zapfenstreich kommen.“ Insgesamt sei insofern bei sich aufhellenden Rahmenbedingungen für Produktion und Absatz mit keiner kurzfristigen Entspannung in diesem Industriesegment zu rechnen.

Über die Concept AG:

Seit 1997 berät die Concept AG den eigentümergeführten Mittelstand und Geschäftsbereiche oder Werke von Konzernen. In weit über 100 Projekten wurden logistikorientierte Detaillösungen aber auch unternehmensweite Veränderungen auf den Weg gebracht – als Team mit strategischen Partnern und einem festen Kreis externer Experten. Schwerpunktmäßig ist Concept für produzierende Unternehmen der Branchen Automobilzulieferindustrie, Werkzeugbau, Feinmechanik, Maschinen- und Anlagenbau, Elektrotechnik, Elektronik sowie Optik tätig.


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