Nanofeines Glaspulver für schöne Zähne

SCHOTT erweitert Portfolio an Glaspulvern für Dental-Komposite

Landshut (Deutschland) 24. März 2009 - SCHOTT ist der weltweit führende Hersteller von speziellen Glaspulvern für Zahnfüllungen aus Kompositmaterialien. Auf der IDS präsentiert der internationale Technologiekonzern das weltweit erste „NanoFine"-Dentalglaspulver mit 180 Nanometer kleinen Partikeln. Für Zahnärzte und Patienten bedeutet feineres Füllmaterial mehr Sicherheit und verbesserte Ästhetik. Produktentwickler profitieren von erweiterten Materialeigenschaften.

Strahlend weiße Zähne sind ein ästhetisches Zeichen von Gesundheit. Doch Karies zählt weltweit zu den häufigsten und am weitesten verbreiteten Infektionskrankheiten. Wo Bakterien den Zahnschmelz porös machen, können schmerzhafte Löcher entstehen. Um den Zahn zu erhalten, muss der Dentist die schadhaften Stellen entfernen und mit einem Ersatzmaterial füllen.

Früher wurden zur Füllung vor allem metallische Legierungen wie Gold oder Amalgam verwendet. Doch diese haben Nachteile: Sie leiten Strom, Hitze und Kälte an den empfindlichen Zahn-Nerv. Viele Patienten lehnen das quecksilberhaltige Amalgam aus gesundheitlichen Gründen ab. Zudem werden die dunkel-metallischen Füllungen oft als wenig ästhetisch empfunden.

Füllungen aus Kompositen bieten glasklare Vorteile

Dental-Komposite ähneln dagegen dem natürlichen Zahnmaterial. Ihr Erfolgsrezept liegt in den Hauptkomponenten: Einer zunächst flüssigen Kunststoffmischung, die mit UV-Licht ausgehärtet wird, und dem weniger bekannten aber wichtigen Füllstoff: Glas.

„Glaspulver ist die Schlüsselkomponente für moderne Dental-Komposite“, erklärt Dr. Jörn Besinger, Leiter der Entwicklung bei SCHOTT in Landshut. „Was wenige wissen: Eine Zahnfüllung enthält bis zu 80 Prozent Glaspulver. Dadurch erhält die Füllung hervorragende mechanische Eigenschaften. Sie wird dauerhaft belastbar und ist gut zu polieren.“

Über feine Pigmentabstufungen lassen sich die Füllungen farblich optimal an den Zahn anpassen. Daher werden sie oft im Frontzahnbereich eingesetzt. Auch bei den Seitenzähnen überzeugt das Füllmaterial: Stabil widerstehen Dental-Komposite über viele Jahre den mahlenden Bewegungen des Kaumuskels, der als stärkster Muskel des Körpers gilt.

Nanofeine Glaspartikel für optimale Zahnfüllungen

Entscheidend für die Qualität der Komposite ist – neben der Verwendung eines geeigneten hochreinen Spezialglases – die Größe der Partikel: Je kleiner, desto besser. SCHOTT liefert 5 bis 0,4 Mikrometer (μm) kleine Körnungen des hochreinen Dentalglases bei der Mahlstufe „UltraFine“, dem bislang feinsten Produkt im Markt. Führende Komposithersteller setzen für ihre Produkte auf die Qualität von SCHOTT.

Nun gelang es dem Technologiekonzern, durch Weiterentwicklung seines patentierten, mehrstufigen Mahlprozesses, die Körnung von „UltraFine“ auf „NanoFine“ zu steigern: 180 Nanometer (nm) klein werden die Partikel im Mittel – bei einer Toleranz von gerade einmal 30 nm und einer sehr engen Korngrößenverteilung.

Die nanofeinen Füllstoffpartikel verbessern die Ästhetik und die Polierbarkeit der Komposite und damit ihre Verschleißfestigkeit“, erklärt Dr. Besinger. „Um die Verarbeitung des nanofeinen Pulvers zu erleichtern, bieten wir NanoFine 180 optional mit Dispergierhilfen an, die die Klumpenbildung verhindern. Das feine Glaspulver kann zudem mit gröberen Partikeln kombiniert werden, um die Dichte der Glaspartikel im Material zu erhöhen. Das mindert den Polymerisationsschrumpf, das Zusammenziehen des Materials beim Aushärten der Kunststoffmischung.“

SCHOTT erweitert Portfolio um weitere Glasarten

Damit der Zahnarzt auf dem Röntgenbild rasch erkennt, ob ein Zahn gesund, kariesbelastet oder bereits gefüllt ist, sind alle Dentalglaspulver von SCHOTT röntgenopak. Während gesunde Zähne auf dem Röntgenbild grau erscheinen und Karies dunkel, leuchten die Komposit-Füllungen weiß und lassen sich deutlich von unbehandelten und kariösen Zähnen unterscheiden.

Zur IDS nimmt SCHOTT weitere inerte Glassorten ins Portfolio auf. Neben Barium- und Strontium-haltigen Gläsern sowie besonderen hoch-radioopaken Gläsern für Wurzelkanalfüllungen werden nun auch Zirkonium-haltige Glaspulver angeboten. Die Gläser sind mit einem Brechungsindex zwischen 1,47 nd und 1,83 nd verfügbar. Damit kann das transparente Füllmaterial optimal auf die Anforderungen verschiedener Kunststoff-Rezepturen abgestimmt werden.

125 Jahre Innovationsgeschichte

SCHOTT Electronic Packaging (EP) mit Sitz in Landshut (Deutschland) ist der führende Hersteller von Spezialglaspulvern mit ausgewählten physikalischen, chemischen und bioaktiven Eigenschaften.

Mit mehreren Kompetenzzentren rund um die Welt bietet SCHOTT EP modernste Dentalglas-Pulver in höchsten Reinheitsstufen und in feinsten Körnungsgrößen von 5 μm bis 180 nm für die ästhetische Zahnrestauration.

Das Unternehmen, das zum internationalen Technologiekonzern SCHOTT mit weltweit rund 17300 Mitarbeitern gehört, stützt sich auf 125 Jahre Erfahrung in der Entwicklung, Fertigung und zuverlässigen Lieferung spezifischer Lösungen für Kunden weltweit.

Weitere Informationen: www.schott.com/epackaging

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SCHOTT ist ein internationaler Technologiekonzern, der seine Kernaufgabe in der nachhaltigen Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen sieht. Dafür werden seit 125 Jahren Spezialwerkstoffe, Komponenten und Systeme entwickelt. Unsere Hauptmärkte sind die Branchen Hausgeräteindustrie, Pharmazie, Solarenergie, Elektronik, Optik und Automotive. Der SCHOTT Konzern ist mit Produktions- und Vertriebsstätten in allen wichtigen Märkten kundennah vertreten. Rund 17.300 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2007/2008 einen Weltumsatz von rund 2,2 Milliarden Euro. Die technologische und wirtschaftliche Kompetenz des Unternehmens ist verbunden mit der gesellschaftlichen und ökologischen Verantwortung. Die SCHOTT AG ist ein Unternehmen der Carl-Zeiss-Stiftung.


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